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Dackel Dolly

 

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Dackel Dolly in Aktion

 

Dackel Dolly benutzt ihre Rampe.

  

Dackel Dolly wird geweckt.

 

Dackel Dolly: Komm!

 

Dackel Dolly im Park.

 

Dolly putzt sich.

 

 

 

Hallo, ich bin die Dolly, das schönste Rauhaardackel-Mädchen der Welt. An dieser Meinung seht ihr schon, dass es mir nicht an Selbstbewusstsein fehlt. Darum trage ich auch immer – nein, nicht die Nase, das wäre ja nicht artgerecht – meinen Schwanz sehr hoch.

 

 

 

Ich wurde am 4. September 1999 geboren und habe noch zwei Brüder. Auf dem Bild seht ihr mich einmal mit meinem Frauchen und dann mit meinem Herrchen. An diesen Bezeichnungen erkennt ihr schon das Unterstellungsverhältnis. Auf meine Mama höre ich nur, wenn es mit meinen Interessen übereinstimmt, während ich bei meinem Vater den Rudelführer anerkennen muss. Nach 12 ½  bin ich seit dem 7. November 2012 im Hundehimmel und beobachte, was meine Menschen so treiben.
 

Ich bin auch schriftstellerisch tätig und diktiere meinem Vater meine Erlebnisse. Dollys Dackelgeschichten könnt ihr auf der Seite WERKE 1 nachlesen.
 

Meine technischen Daten:
Dolly von der Parthenaue, rauhaar,  saufarben, Wurftag: 04.09.1999, Wurfstärke: 2, 1. Vater: Bürschel vom Limberg, Mutter: Effi von den Breitenbacher Alpen. Züchterin: Marion Wagner, Taucha bei Leipzig. Begleithundeprüfung 1 + 2 am 25.08.01. Gestorben am 07.11.2012.

 

Mein vierbeiniger Vorgänger, der von 1985 bis 1997
bei meinen Menschen lebte.
 


 

Dackel/Teckel-Lähme. Ja, so geht es im Leben. Man denkt, das Unangenehme, trifft immer nur die Anderen, bis es einem selbst erwischt.
Eines Tages fiel meinen Eltern auf, dass ich ausnehmend lieb und still war und nur sehr ungern lief. Sie schleppten mich zum Tierarzt, er ließ mich kurz laufen, nickte und das Röntgenbild brachte es endgültig an den Tag: Dackellähme. Der Entzündungsherd an der Wirbelsäule war so heiß, dass man ihn durch das Fell hindurch mit den Händen spüren konnte. Vierzehn Tag "Bettruhe" und die konventionelle Behandlung. Alles schlug sehr gut an, so dass ich heute wieder fast beschwerdefrei bin;  nur springen darf ich nicht mehr und nach "nasskalten" Spaziergängen bekomme ich eine Wärmeanwendung und außerdem regelmäßig meine Massagen.
Dann habe ich gelesen, dass wir eine chondrodystrophe Rasse sind; Potz Blitz und Wackeldackel! Da musste ich mich erst schlau machen.

Chondrodystrophie , die, meist dominant erbliche Störung der Knorpelbildung; Ursache ist das Fehlen der Wachstumszone, das zu stark verzögerter enchondraler Verknöcherung (Knochen) und damit zu wesentlich vermindertem Längenwachstum der langen Röhrenknochen der Gliedmaßen führt. Das Krankheitsbild ist bereits bei der Geburt voll ausgeprägt: kurze, plumpe Glieder (Mikromelie), röntgenologisch punktförmige oder spritzerartige Verkalkungen (Kalzifikationen) der Wirbelsäulenfortsätze oder Röhrenknochen, kurzer Hals, großer Schädel, auch Schädeldeformierungen mit Sattelnase, meist verengtes und plattes Becken, sodass bei weiblichen Chondrodystrophikern die Geburt eines Kindes auf natürlichem Wege nicht möglich ist. Es besteht ein ausgeprägter bis extremer Minderwuchs der Gliedmaßen bei meist normaler Rumpflänge; die geistige Entwicklung ist normal. Chondrodystrophie kommt auch bei allen Haustierarten vor. So kennt man inzwischen z.  B. beim Rind bereits mehr als 20 verschiedene Chondrodystrophietypen. Chondrodystrophe Hunderassen (z. B. Dackel, Pekinese) neigen zur frühzeitigen Verkalkung der Zwischenwirbelscheiben. Dieser Prozess kann zur Dackellähme führen.

Dackellähme, Teckellähme , Störung der Bewegungskoordination bis hin zur Querschnittslähmung, die besonders bei Dackeln, Pekinesen, Spaniels, französischen Bulldoggen und Scotchterriern vorkommt und durch Druckschädigung des Rückenmarks (bei Bandscheibenvorfall) hervorgerufen wird. Je nach Schweregrad erfolgt die Behandlung medikamentös oder operativ

Quelle: Brockhaus - Die Enzyklopädie: in 24 Bänden. 20., neu bearbeitete Auflage. Leipzig, Mannheim: F.A. Brockhaus 1996-99. Unsere Online-Ausgabe enthält aktualisierte Artikel aus der Brockhaus-Redaktion.
© Bibliographisches Institut F. A. Brockhaus AG, Mannheim
Mit freundlicher Genehmigung März 2003 übernommen von: http://www.xipolis.net - die Online-Bibliothek des Wissens.

Wie wichtig es ist, das Normalverhalten seines Hundes genau zu kennen, zeigte sich in Dollys Fall. Zum Tierarzt brachten wir sie ohne einen konkreten Verdacht. Uns war nur aufgefallen, dass sie, bei ansonsten quirligem Temperament, auffallend still und lieb war, viel in ihrem Korb lag und äußerst ungern lief. Wenn sie sich in ihrem Körbchen umdrehte, quiekte sie auf. An Dackellähme hatten wir bei dem Alter von dreieinhalb Jahren überhaupt nicht gedacht.

Der Tierarzt ließ sich unsere Beobachtungen schildern, stellte Dolly auf den Boden und ließ sie kurz laufen. Die Röntgenaufnahme bestätigte dann den Verdacht: Dackellähme. Deutlich zeigte sich zwischem dem neunten und dem zehnten Halswirbel ein großer Entzündungsherd. Beim Abtasten ließ sich die Wärmeabstrahlung sogar fühlen.
Dolly bekam einen Entzündungshemmer und Vitamin B gespritzt und zwei Wochen "Bettruhe" verordnet. Das bedeutet, der Hund soll wirklich liegen und nur zum Lösen hinausgetragen werden. Diese Zeit braucht der Körper, um das tote Gewebe an der Zerstörungsstelle hinwegzuschaffen und den Neuaufbau einzuleiten.

Zu Hause richteten wir ein Hundebett zu ebener Erde ein, denn Couch und Sessel waren fortan tabu. Auch das exzessive Herumkauen auf Dollys Lieblingsbällchen unterbanden wir, da wir beobachtet hatten, dass sich durch das Kauen auf dem fürs Maul zu großen Bällchen bei schiefgehaletnem Kopf, genau an dem kranken Punkt die Wirbelsäule einer Hin-und-Her-Bewegung ausgesetzt war.

Schmerzmittel hatten wir für den Notfall mitbekommen, die aber erst nach telefonischer Rücksprache mit dem Tierarzt angewendet werden sollten. Der Schmerz ist ein natürliches Mittel, um den Körper zu Ruhe zu veranlassen und sollte deshalb nicht leichtfertig ausgeschaltet werden.

Dolly war offensichtlich dankbar, dass ihr geholfen wurde und begriff das auch. Beim Hinaustragen gab sie sich Mühe, ihr "Geschäft" schnell zu erledigen und ließ sich ohne weiteres wieder in die Hundetasche setzen. Als es ihr nach einigen Tagen besser ging, wurde es schwieriger, die "Bettruhe" durchzusetzen, auch musste sie jetzt bezüglich Springen und Bällchen kauen umerzogen werden, was von uns viel Geduld und auch Härte verlangte.

Beim nächsten Tierarztbesuch bekam sie noch einmal eine Vitamin-B-Spritze; auf den Entzündungshemmer verzichtete der Arzt aufgrund des Fortschritts und setzte auf die natürliche Heilung durch Ruhe. Als Zusatzfutter bekam Dolly Canosan verordnet, was den Knorpelaufbau intensivieren soll; ab 02.06.03 auf Anraten des Tierarztes ersetzt durch Flexivet Go, aromatisierte Tabletten 900 mg Glucosamin für Hunde, stimuliert das Wachstum des betroffenen Knorpels und verbessert die Beweglichkeit der Gelenke - für Dolly eine Viertel-Tablette täglich.

Beim vorerst letzten Besuch, konnte dann die "Bettruhe" aufgehoben werden, zum Muskelaufbau wurden ruhige Spaziergänge verordnet. Springen, Purzelbäume und Ähnliches waren tabu. Zum Abschied gab es noch einmal eine Vitaminspritze. Nach  Rücksprache mit dem Tierarzt wurde nach dem Video "Hundemassage" mit Massage begonnen, auch erhielt Dolly jetzt nach nasskalten Spaziergängen Wärmeanwendungen, indem ihr das Heizkissen über den Rücken gelegt wurde. Ein Dackel hat gerade die richtige Größe, dass dadurch ein Wärmetunnel entsteht. (Siehe Bild.) Beides tut ihr sichtlich gut.
 

Inzwischen geht es mal auf, mal ab; gute Phasen wechseln mit welchen, wo sie sich nur mit Mühe fortbewegt. In der kalten Jahreszeit wärmen wir sie nach dem Spziergängen mit dem Heizkissen auf.

ch den  frühzeitigen Behandlungsbeginn wurde wahrscheinlich Schlimmeres verhindert. Dolly führt wieder ein normales Hundeleben, mit den genannten Einschränkungen. Bei einer "dummen Bewegung" quiekt sie manchmal auf. Für uns ein Zeichen, das Ganze nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Nach längeren Spaziergängen bestehen wir jetzt darauf, dass sie sich erst einmal ausruht. Es funktioniert wie beim Menschen. Auf die erzwungene körperliche Ruhe folgt bald die seelische und der Hund schläft ein.

Wenn man dann den schlafenden Hund betrachtet, empfindet man ihn nicht mehr als ein Tier, sondern als ein Familienmitglied, für das man eben alles tut, um ihm ein langes und glückliches Leben in seiner Familie, in seinem Rudel, zu ermöglichen.
 

Eine vom Tierarzt angebotene Laserbehandlung konnten wir aber aus Kostengründen nicht durchführen.

Regelmäßig bekommt sie Flexivet und bei akuten Anfällen Rimadyl 25 mg täglich als Schmerzmittel; dann ist auch eine Tierarztbehandlung mit Spritzen fällig.

 

30.3.2008: Beim Spaziergang am ersten Frühlingstag hat man Dolly nichts angemerkt. Im Moment geht es ihr sehr gut, was man auch an ihren Temperamentsausbrüchen merkt, die wir natürlich einzuschränken bestrebt sind. Wir versuchen zu verhindern, dass sie klettert, springt oder sich sonstwie verrenkt. Deswegen soll sie auch nicht jeder streicheln oder abklopfen, weil sie dann zu wilden Verrenkungen neigt.

 

19.07.2009: Dolly geht es schlechter, sie hat offenbar Schmerzen, vor allem früh. Ohne Rimadyl (Schmerzmittel und Entzündungshemmer läuft sie gar nicht mehr. Sie bekommt jetzt regelmäßig täglich 25 mg. Zwischendurch hat sie auch beim Tierarzt eine Kortison- und Vitaminspritze bekommen.

 

20.03.2010: Dolly geht es gut, man merkt kaum etwas. Sie bekommt regelmäßig ihre Medizin (Flexivet go und Rimadyl) und braucht im Moment keine Sonderbehandlung.

 

22.7.2012: Dolly geht es gut. Sie genießt ihr Alter. Mit den Medikamenten haben wir ihre Beschwerden gut im Griff.

 

6.11.2012: Schwerer Akutanfall der Dackellähme. Dolly ist apathisch und frisst kaum; bei bestimmten Bewegungen schreit sie laut auf. Beim Tierarzt wurde sie geröngt; an der Wirbelsäule sind lauter Zacken. Sie bekam ein Lokalanästhetikum entlang der Wirbelsäule gespritzt. Die acht Einstiche haben ihr gar nicht gefallen. Außerdem wurde "Bettruhe" verordnet. Zum "Lösen" trägt sie meine Frau in der Hundetasche 'runter. In zwei Tagen muss sie wieder zum Tierarzt.

 

 7.11.2012: Leider mussten wir schon nach einem Tag wieder zum Tierarzt. Sie saß die ganze Zeit kläglich da und zitterte vor Schmerzen; fraß und trank nicht mehr. Wir wollten sie nicht weiter quälen und haben sie von ihren Schmerzen erlösen lassen.
 

 


 

 

Weitere Beiträge über Dackellähme mit freundlicher Genehmigung der Verfasser auf der Seite Dackellähme.

 

 


 

 

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