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 Dackellähme

von Dr. Franz Gutbrod

Als treue Jagdfreunde und nette Hausgenossen haben wir die Dackel ins Herz geschlossen. Doch sie sind bedroht von einer heimtückischen und grausamen Erkrankung: Von der Dackellähme.

Die Dackellähme beginnt mit plötzlichen Schmerzen im Hals oder Rücken. Ehe man sich versieht, kann eine Lähmung eintreten.
Wie kann es zu so einer Erkrankung kommen? Dazu muss man wissen, wie die Wirbelsäule aufgebaut ist: Einzelne Wirbelkörper sind untereinander durch Bandscheiben verbunden. Eine Bandscheibe besteht aus einem bindegewebigen Ring und einem gallertigen Kern. Wird nun aufgrund einer Entwicklungsstörung Kalk in den gallertigen Kern eingelagert, so verliert die Bandscheibe die notwendige Elastizität. Es kommt dann bei niedrigen und langrückigen Hunden wie dem Teckel leicht zur Überbeanspruchung bei der Bewegung im Gelände oder beim Laufen über Treppen. Wie leicht kann dabei die Bandscheibe auf das direkt darüberliegende Rückenmark zuwandern!

In leichten Fällen, meist zu Beginn einer Bandscheibenerkrankung, wird der harte Kern in den bindegewebigen Ring gedrückt. Teile des Bandapparats bleiben noch erhalten. Reißen auch diese, schiebt sich Bandscheibenmaterial in den Wirbelkanal vor. In besonderen Fällen, wenn der Bindegewebsring bei maximaler Belastung reißt, wird der Bandscheibenkern schrotschußartig auf das Rückenmark katapultiert.

Je nachdem wo der Bandscheibenvorfall stattfindet, sehen wir ein unterschiedliches Bild. Erkrankungen an der Halswirbelsäule sind sehr schmerzhaft. Allein eine Berührung läßt den Hund aufschreien. Jede Bewegung der Halswirbelsäule ist mit großen Qualen verbunden.

Liegt der Bandscheibenvorfall am Ende der Lendenwirbelsäule, können wir ein einseitiges Hinken beobachten, wobei Schmerzäußerungen nur durch seitlichen Druck auf die hintere Wirbelsäule ausgelöst werden können.

Am Übergang Brustwirbelsäule/Lendenwirbelsäule treten Bandscheibenvorfälle am häufigsten auf, weil hier die größte Beanspruchung stattfindet. Am Anfang sieht man Bewegungsunlust und einen "Katzenbuckel", später schwankenden Gang und Lähmung.

WAS KANN MAN DAGEGEN TUN?
Vor der Beantwortung dieser Frage sollten wir uns noch einmal kurz in Erinnerung rufen, was an einer erkrankten Bandscheibe abläuft:

Der harte Kern wird in den Bindegewebsring in Richtung Rückenmark gedrückt. Dabei reißt das Band zwischen Rückenmark und Kern ein. Wie bei jeder anderen Verletzung im Körper entstehen auch hier eine Blutung und Schwellung. Die Schwellung verstärkt den Druck auf das Rückenmark.

Jede Behandlung mit Injektionen bzw. Medikamenten hat zum Ziel, diese Schwellung möglichst gering zu halten und die Schmerzen zu mindern bzw. zu beseitigen. Spricht die Behandlung an, fühlt sich der Patient rasch wieder wohl. Allerdings birgt diese Besserung eine gewisse Gefahr. Nur zu leicht kann durch eine unachtsame Bewegung das geschädigte Band ganz abreißen und die Bandscheibe vollständig in den Rückenmarkskanal vorfallen.

Will man das Übel an der Wurzel packen und die Ursache ein für allemal beseitigen, so bleibt nur der chirurgische Eingriff. Dabei werden die Bandscheiben von unten her geöffnet und der veränderte Kern herausgelöffelt. Nach der Operation ist keine Ruhigstellung nötig, da jede Bewegung Bandscheibenreste durch die unten angelegte Öffnung nach außen massiert. Während der Heilung füllt sich der Defekt mit Bindegewebe.

Ist die Bandscheibe vollständig aus ihrer Halterung heraus in den Rückenmarkskanal gerutscht, so müssen zu ihrer Beseitigung die Wirbelknochen teilweise aufgefräst werden. Nur so kann das Rückenmark rasch vom Druck befreit werden. Aber auch diese Operation bringt nur dann Erfolg, wenn sie durchgeführt wird, bevor das Nervensystem vollständig abgestorben ist.
Eine tote Nervenzelle ist leider durch nichts mehr zum Leben zu erwecken oder zu ersetzen. Sorgfältige Prüfung der Sensibilität ist deshalb notwendig, um Aussagen über den Erfolg eines chirurgischen Eingriffs treffen zu können. Dazu wird der Hund kräftig in die Zehen gezwickt. Wird der Schmerzreiz bis an das Gehirn weitergeleitet, zeigt der Hund eine Abwehrreaktion - er jault oder beißt. Wir wissen dann, daß die Nervenbahnen wenigstens teilweise noch intakt sind.

Ist der Bandscheibenvorfall so explosionsartig abgelaufen, daß das Rückenmark zerrissen ist oder bestand die Lähmung schon so lange, daß die Nervenbahnen vollständig abgedrückt werden, dann ist jeder weitere Behandlungsversuch nur vergebliche Liebesmühe.

SORGFÄLTIGE DIAGNOSE
Um genau zu wissen, an welcher Stelle der Bandscheibenvorfall stattgefunden hat, muß eine spezielle Röntgenuntersuchung durchgeführt werden, bei der Kontrastmittel in den Rückenmarkskanal gespritzt wird. Das Kontrastmittel läuft im Rückenmarkskanal bis zur gequetschten Stelle, an der dann die Operation vorgenommen werden muß. Liegen weitere verkalkte Bandscheiben in der Nachbarschaft, so empfiehlt es sich, diese ebenfalls zu entfernen, um einer Erkrankung dort vorzubeugen.
Viele Hunde sind bereits sofort nach der Operation schmerzfrei; bei manchen kann es auch bis zu acht Tage dauern. Gelähmte Hunde können nach 8 - 14 Tagen meist wieder stehen und nach vier bis acht Wochen in der Regel beschwerdefrei laufen.

Aufgrund dieser Erkenntnisse können folgende Empfehlungen für die Behandlung gegeben werden:

Injektionsbehandlung bzw. Behandlung mit Medikamenten und Ruhigstellung soweit wie möglich für etwa sechs Wochen: beim ersten Auftreten von Schmerzen sowie bei sehr alten Patienten.

Operative Behandlung, wenn Injektionsbehandlung keine Besserung bringt; wenn Schmerzhaftigkeit bereits mehrmals aufgetreten ist und wenn eine Lähmung mit noch vorhandener Sensibilität vorliegt.

Mit Hilfe moderner Kontrastmittel sind genaue Röntgenuntersuchungen des Rückenmarks nahezu gefahrlos möglich. Außerdem senken neue Narkosegase das Operationsrisiko auf fast Null. Somit sind sowohl in der Humanmedizin als auch Tiermedizin Wirbelsäulenoperationen zum Routineeingriff geworden

Mit freundlicher Genehmigung des Autors.

 


Bekämpfung der Teckellähme

von Dr. Franz Gutbrod

 

Teckellähme ist eine für den Dachshund bedeutende Erkrankung. Sie wird durch einen Bandscheibenvorfall ausgelöst. Dabei können die unterschiedlichsten Beschwerden auftreten: Von den leichteren Fällen mit Schmerzen an der Wirbelsäule und Verweigerung von Sprüngen, über unsicheren Gang, zum Teil mit Ataxie, bis zur vollständigen Lähmung.

Fast immer findet man dann an der Wirbelsäule einzelne oder mehrere verkalkte Bandscheiben, die nicht mehr elastisch genug sind, um als Stoßdämpfer zu fungieren. Sie können durch die Belastung teilweise oder ganz in den Rückenmarkskanal gedrückt werden, das Rückenmark mehr oder weniger schädigen und die oben genannten Beschwerden teilweise oder ganz auslösen.
Praktisch alle derartigen Erkrankungen beim jüngeren Hund (bis zum Alter von 7 Jahren) gehen von verkalkten Bandscheiben aus (Spieß 1993).

Die Bandscheibenverkalkung ist bereits im Alter von einem Jahr abgeschlossen. Bei den Untersuchungen von Havranek-Balzaretti (1980) sind im zunehmenden Alter keine neu betroffenen Stellen gefunden worden, so dass durch eine Röntgenuntersuchung bei Hunden, die mindestens 12 Monate alt sind, schon eine Veranlagung festgestellt werden kann.
Will man die Teckellähme bekämpfen, muss man Hunde ohne verkalkte Bandscheiben züchten.

Kreuzt man nun zwei befallene Hunde, so weisen 83,3 % der Nachkommen röntgenologisch sichtbare Verkalkungen auf. Paart man dagegen einen betroffenen Hund mit einem ohne sichtbaren Verkalkungen, so haben deutlich weniger Nachkommen verkalkte Bandscheiben.

Die Enchondrosis intervertebralis - so bezeichnet man die Erkrankung, bei der verkalkte Bandscheiben auftreten - stellt den erblichen Anteil der Teckellähme dar. Sie wird polygenal vererbt (Petri,Distl,Nolte, 2001), dies bedeutet, dass viele Defektgene für ihre Ausbildung notwendig sind. Die krankhaften Gene haben sich weit in der Dachshundpopulation verbreitet, so dass etwas mehr als 50% der Hunde verkalkte Bandscheiben aufweisen. Durch den Ausschluss einzelner an Teckellähme erkrankter Tiere ist es sicherlich nicht möglich, sie wieder zu eliminieren.

Ein erster Schritt wäre, Hunde mit verkalkten Bandscheiben nur mit nicht betroffenen zu kreuzen.

Die Zuchtwertschätzung von Dr. Beuing könnte die Entwicklung dieser Erkrankung in der Population kontrollieren und den Fortschritt ihrer Bekämpfung optimieren.

Jedem sollte bewusst sein, dass man mit der Bekämpfung der Teckellähme am Beginn eines langen Weges steht. Erfolge werden sich sicherlich erst langfristig einstellen. Es ist aber wichtig, einen Anfang zu machen.

Mit freundlicher Genehmigung des Autors.

 

 

 


 

 

Tipps aus dem Internet-Dackelclub


Mein Frauchen hat Erfahrung mit der Teckellähme, unsere Cossy, die seit September 02 im Hindehimmel ist, hatte mehrmals Teckellähme. Es begann im Alter von 3,5 Jahren, dann mit 4 und nochmals mit 6 Jahren. (Cossy ist fast 17 Jahre gworden.) Unser Frauchen Edeltraud hat eine Tierärztin, die behandelt das mit so spitzen Nadeln (Akupunktur), die wurden an bestimmten Stellen des Körpers von Cossy gesteckt, Cossy erzählte uns, es hatte gar nicht weh getan und nach so einer Nadelsitzung wären die Schmerzen viel besser zu ertragen gewesen. Auch das tägliche mehrmalige Rotlicht sei sehr gut gewesen. Nach dem 1. Bandscheibenvorfall trug Cossy immer, wenn es Winter oder nasskalt war, einen schicken Body, den Frauchen aus reiner Schafswolle gearbeitet hat.

 

Emils Vorgänger hatte auch große Probleme mit der Wirbelsäule. Er bekam auch Spezialfutter und Vitamin B. Eine Operation blieb ihm dadurch erspart. Wir haben ihn für seine Lieblings-Schlafplätze Stufen gebaut, damit er bequem rauf und runter konnte, ohne springen zu müssen. Wir wohnten damals im zweiten Stock und ich habe ihn diese beiden Etagen immer getragen. Es gibt auch schon Physiotherapie für Hunde, das hilft beim Aufbau der Muskeln.

 

Diese Vererbungsgeschichte betrifft ja eigentlich alle Dackel, den einen mehr, den anderen weniger. Mein Tierarzt sagte auch, dass es sehr wichtig sei, dafür zu sorgen, dass der Rücken bei kühlem Wetter nicht nass wird. Das würde wegen der sowieso schon vorhandenen Schädigungen verhehrende Wirkungen haben. Und so wie ich es bis jetzt aus Erfahrung sagen kann, hat Bienchen ihre Rückenprobleme auch immer dann bekommen, wenn wir in dieser Hinsicht nicht genug aufgepasst haben. Nasskaltes Wetter ist äußerst gefährlich. Unsere kleinen "Bodendecker" verkühlen sich dabei das empfindliche Kreuz, was dann durchaus der Auslöser für diese Schmerzen sein kann. Die Muskulatur um die schmerzende Stelle verkrampft sich nach und nach, das geht so weit, bis der Kurzbeiner überhaupt nicht mehr laufen will vor lauter Schmerzen. Das war zumindest bei Bienchen die Diagnose. Also, wenn schon eine leichte Schädigung der Wirbelsäule zu erkennen ist, ist größte Vorsicht geboten bei Nässe in Verbindung mit Kälte. Ohne diese Faktoren kommt es sehr viel seltener vor, dass Schmerzen auftreten. Wäre der Dackel nicht sowieso schon vorbelastet, würde wahrscheinlich gar nichts passieren. Aber dadurch, dass wir unsere Mini-Vierbeiner gar nicht schnell genug wieder trocken bekommen, ehe sie sich diesen "Zug" holen können, ist es besser, vorzubeugen. Also grundsätzlichen den Rücken trocken und warm halten ist bei uns daheim mittlerweise oberstes Gebot. Bei Regen oder Schnee niemals ohne Mantel raus - machen wir ja schließlich auch nicht.

o Ich möchte allen netten Hundefreunden eine Informationen zukommen lassen: Sich das sehr interessante und informative Buch "Unsere Hunde - gesund durch Homöopathie. Heilfibel eines Tierarztes zuzulegen. Überall im Buchhandel erhältich. Von H.G. Wolff, Sonntag-Verlag.

 

Man könnte auch homöopathisch unterstützend was versuchen. Ein ganz wichtiges Mittel ist u.a. ein Mineral, Vermiculite D6 Tabletten. Es wird auch bei Hüftgelenksysplasie mit gutem Erfolg eingesetzt. Für Dackellähme wird es ebenfalls empfohlen. Es wird berichtet, dass die Hunde wesentlich weniger Schmerzen haben. Ich verwende es bei Abbie vorsorglich für die Gelenke und Knochen. Es soll auch gegen Zahnstein helfen. Man bekommt es in der Apotheke. Die Dosierung ist: 3x1 Tablette täglich für erstmal zwanzig Tage.

 

Ich habe auch nur über die positive Wirkung von Vermiculite gelesen. Selber habe ich noch keine Probleme, aber es ist schon lange bekannt, dass zum Beispiel Schüsslersalz und OPC nach Masquelier viel verhindern können oder im Ernstfall schnelle Besserung bringen. Unter http://www.vitamehr.com/vitamehr4 kannst du mehr darüber finden. Unter "Personengruppen" stehen auch die Haustiere, dort wird ein spezielles Mittel gegen Gelenk- und Knochenleiden angeboten.Ich stehe noch immer auf dem Standpunkt, dass eine ausgewogene Ernährung genügend vorbeugt. Als "Feld-Wald-und-Wiesen-Schamane bin ich immer den Mitteln der Natur mehr zugetan, als der Chemie.

 

Ich habe mal in mein Buch Homöopathie für Hunde reingeschaut, darin ist der Bandscheibenvorfall, also "Dackellähme", sehr ausführlich beschrieben. In akuten Fällen sollen alle Potenzen heilen. Holen Sie sich: Nux vomica D6, alle 2 Stunden 1 Tablette zerpulvert auf die Zunge geben. Nux vomica kann nach Abklingen (meist nach 48 Stunden) der Schmerzsymptome noch wochenlang 3 mal am Tag gegeben werden.

 

 


 

 

Derrick - ein Erfahrungsbericht

von Margret Schadow

 

... einmal Dackel, immer Dackel? - bei mir scheint das so zu sein! Denn gewitzt, pfiffig, schlau und dickköpfig sind diese Spezies unter den Hunderassen nicht umsonst die Nr. 1 in der 'Beliebtheitsskala'. Diesmal sollte es ein Rüde sein und ein Rauhaar! Über den Teckelclub kam ich an Adressen von Züchtern, die gerade Welpen abzugeben hatten, und damit zu Derrick vom Seewald, genannt Derrickle oder Spatzl!

Dackel haben eine besonders starke Ausdruckskraft durch ihre lebhaften Augen. Ihr Gesicht kann die ganze Skala der Empfindungen widerspiegeln - Freude, sogar Vorfreude, Schmerz und Trauer, Kampflust und Stolz, Ungeduld, Schuldbewußtsein und Ergebenheit - und nicht zuletzt Beleidigtsein.

Inzwischen über 8 Jahre alt und ein Jahr nach seinem ersten Anfall von Dackellähme ohne Beschwerden, bekam Derrick aus heiterem Himmel einen zweiten Schub..wieder Dackellähme :-(

Was das ist? Nun, beim Dackel wird aufgrund der unnatürlichen Hebelgesetze - langer Körper auf kurzen Beinen - die Wirbelsäule besonders stark belastet. Dadurch kann es zu einem Bandscheibenvorfall kommen, schlimmstenfalls bis zur Lähmung. Auch vermute ich eine erbliche Veranlagung. Leider wird dies beim Dackel, züchterisch nicht so angegangen, wie z.B. 'HD' bei größeren Hunden. Das Krankheitsbild der Dackellähme ist recht vielfältig; es gibt eine schmerzhafte und eine nicht schmerzhafte Form der Erkrankung. Bei Derrick war der zweite Anfall sehr schmerzhaft.
Nachdem doch viele 'Teckel-Herrchen' und '-Frauchen' immer wieder nachfragen, wie denn bei Derrick die Krankheit angefangen hat, möchte ich den Verlauf kurz schildern. Derrick schlief in seinem Körbchen. Plötzlich kam er heraus und zitterte am ganzen Körper. Ich dachte erst, er muss schnell mal nach draußen. Da ging er noch ganz normal. Zurück - Treppen überwand er sowieso schon immer auf dem Arm - schaffte er den Einstieg in seinen Korb nicht mehr.
Natürlich bin ich sehr erschrocken und rief sofort den Tierarzt an - dieser war aber erst am Abend erreichbar. Ich hielt Derrick warm, und als wir dann beim TA waren, bekam er nach der Untersuchung eine Injektion Entzündungshemmer + Schmerzmittel.
Nun begann eine Zeit, die viel Geduld erforderte (auch viele Tierarztbesuche, bei denen immer wieder nach Bedarf Schmerzmittel, Cortison und hohe Dosen Vitamin B verabreicht wurden). Zur Linderung bestrahlte ich ihn mehrmals täglich mit Rotlicht.

Fast drei Monate mussten wir ihn 'Gassi' tragen - doch dann ging es wieder bergauf!
Wer jetzt meint, alles wäre somit ausgestanden, der kennt speziell Teckel schlecht;-) - denn sobald die Schmerzen weg sind und die Beweglichkeit wieder da, heißt es besonders aufgepasst. Gerade der Teckel wird nicht gleich einsehen, dass er auf seinen Sessel verzichten soll. Dies sollte man schon bei der Erziehung des Welpen in Betracht ziehen. Ebenso schädlich sind Überanstrengungen. Auch wenn die Freude groß ist, dass der Hund wieder laufen kann, vergessen viele Herrchen/Frauchen dass er ja noch ein Rekonvaleszent ist, der über längere Zeit sehr geschont wurde.
Vermeiden sollte man bei einem Dackel/Teckel, der zur 'Lähme' neigt, 'hochspringen', Treppen, alles halt, was die Wirbelsäule besonders belastet. Ebenso Übergewicht (bei einem Normalschlag reichen 8 kg durchaus). Auch falsche Ernährung, bereits im Welpenalter [hervorgerufen meist durch ein Überangebot an eiweiß- und energiereicher Nahrung] ..die Folge sind Wachstumsstörungen der Knochen und Gelenkerkrankungen.

Wir halten es jetzt so: nach kürzeren Spaziergängen Ruhepausen, Sessel sind tabu, bei Kälte schon ins Freie, aber ständig in Bewegung. Der Hund zeigt eigentlich deutlich, wann es ihm zuviel wird.
Illusionen machen wir uns nicht ... doch Hoffnung, dass sich sein jetziger Zustand stabilisiert.

Genau 3 Monate nach meinem Krankheitsschub geht es mir wieder recht ordentlich! Natürlich darf ich nicht mehr
toben und springen wie vorher, da passt Frauchen auf ... doch die Spaziergänge werden jeden Tag etwas länger!
Fast ein Jahr ist vergangen, seit meiner schweren Krankheit - gerade komme ich vom Spaziergang zurück! (siehe Bild rechts)
Ihr seht, auch bei Dackellähme gibt es oft ein Happyend!


Mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

06.08.05: Wie Frau Schadow mitteilte, verstarb Derrick einen Tag vor seinem 12. Geburtstag. Die Dackellähme hatte er besiegt, aber eine Herzinsuffizenz beendete sein Hundeleben auf dieser Welt. Nun verfolgt er unser Treiben aus dem Hundehimmel. Möge es ihm gut gehen.


 


 

Alf - ein Erfahrungsbericht

von Gabriele Menzel

 

Alf war unser erster Rauhaardackel, nachdem wir immer Schäferhunde hatten.5 Wochen nachdem wir unsere Schäferhündin Senta wegen Gesäugekrebs verloren hatten und ich ziemlich depressiv war, las ich die Annonce: Rauhaardackelwelpen. Ich alle Überredungskünste aufgeboten und am nächsten Tag fuhren wir zum Züchter.Die Welpen waren aber erst 7 Wochen alt. Aber er hatte noch einen 5 Monate alten Rüden. Den wollte ich, das war Liebe auf den ersten Blick. Der Züchter berichtete stolz, dass er noch nie einen Fall von Dackellähme hatte und das er darauf bei der Zucht achtet. Dackellähme war für uns damals ein Fremdwort. Unser Alf war eine kleine Dampflock, ich kann mich nicht erinnern, dass er jemals etwas ruhig gemacht hätte.Er raste die Treppen rauf , fegte durch den Garten: vielleicht gab es ja einen Eindringling? Beim Spaziergang ist er uns oft durchgebrannt: die Jagdleidenschaft. Irgendwie haben wir es nie geschafft, ihn vernünftig zu erziehen. Im Haus thronte er immer auf der Couch oder Eckbank .Wollte man ihm etwas verwehren, zum Beispiel indem man etwas auf die Couch gelegt hat, riesige Löcher hineinzubeissen. Soviel zu seinem ungestümen Charakter. 5 Jahre lang hatte er gesundheitlich wenig Probleme, außer das er häufig unter einer Entzündung der Analdrüsen litt.

Im Spätherbst,einem stürmischen Regentag, ging mein Mann mit Alf spazieren. Ich besuchte damals einen Abendkursus bei der VHS. Als ich am Abend nach Hause kam viel mir auf, dass mit Alf etwas nicht stimmt. Er saß vor der Couch,sprang nicht hoch und zitterte. Ich dachte erst, er hätte sich erkältet oder sich verletzt. Am nächsten Tag ging es zum Tierarzt. Diagnose erstmal nur durch Tastuntersuchung: Bandscheibenprobleme. Es wurden Schmerzmittel und Cortison gespritzt. Kaum hatte bei ihm der Schmerz nachgelassen, raste er wieder los. Das ging aber nur zwei Tage gut, dann ging es ihm schlechter als zuvor. Langsam begriffen wir, dass es sich um eine ernste Erkrankung handelte. Trotz Spritzen und Ruhe wurde es nicht besser. Ich muß dabei sagen, dass Alf Tierärzte hasste. Er mußte bei jeder Konsultation einen Maulkorb tragen, weil er die Tierärztin einmal gebissen hatet. Deshalb kam zum Beispiel Akupunktur nicht in Frage.Er kämpfte auf dem Untersuchungstisch sozusagen um sein Leben und er hatte, wenn ihm etwas Schmerzen bereitete, auch keine Hemmung uns zu beissen.

Nach 4 Wochen konventioneller Therapie wurden wir an eine Tierklinik überwiesen.Es folgten neue Röntgenaufnahmen und eine Magnetfeldtherapie.Dann sagte man uns, für Alf käme nur noch eine Op in Frage und gab uns die Adresse einer Duisburger Tierklinik, zunächst für eine Kontrastmittelröntgenaufnahme. Man sagte uns sofort, die Bandscheibe müßte ganz entfernt werden oder wir sollten den Hund gleich einschläfern lassen.Schock!!! Der Vorfall war so etwa in Höhe der Schulterblätter.Wir mußten Alf gleich dalassen, das war das Schrecklichste. Acht Tage lang hatten wir nur telefonischen Kontakt. Dann hieß es, wir können ihn abholen, es ginge ihm wieder gut. Wir sind sofort nach Duisburg gefahren (2 Stunden) und man brachte unseren Alf. Den Schock werde ich nie vergessen. Er war so dünn, dass wir ihn kaum erkannten. Er sah uns und kam vor Freude winselnd an, aber er schleppte beide Hinterläufe nach. Sein gesamter Rücken war nackt, eine zickzackförmige Naht von den Schulterblättern bis zum Schwanz. Der Tierarzt meinte: Er hat jetzt keine Schmerzen und die Lähmung käme durch die Nervenquetschung der OP und würde sich mit der Zeit geben. Mit einem Rezept für Vit.-B-Komplex-Tabl. wurden wir entlassen. Ehrlich gesagt haben wir damals nicht geglaubt, dass er sich erholen würde. Er hatte keinerlei Gefühl in den Hinterbeinen. Er war inkontinent. Beim Stuhlgang mußte man ihn unterstützen, d.h. ihn zurechtsetzen.Das war eine schreckliche Zeit.Damals wollte ich gerade eine Ausbildung als Erzieherin beginnen.Als ich absagte wurde ich gefragt: Wie? Für einen Hund?

Nach weiteren 4 Wochen sahen wir endlich erste Erfolge. Alf hatte wieder Gefühl in den Hinterläufen und lernte wieder laufen. Er war aber nie mehr so belastbar wie vorher. Die Angst, das sso etwas noch mal passieren könnte, hat mich nie verlassen. Von da an haben wir aufgepasst bei Kälte und Nässe. Beim geringsten Anzeichen von Rückenproblemen: homöophatische Mittel. Wir haben es aber nie bereut, Alf operieren zulassen. Der Bandscheibenvorfall war in seinem 5. Lebensjahr und danach hat er noch 6 gute Jahre gehabt. Das einzigste Problem, das geblieben ist, war immer eine zeitweise Inkontinenz. Damit konnten wir gut leben. Letzlich ist unser Alf an einer Tumorerkrankung im Brustkorb gestorben.Wir vermissen ihn noch heute.

Jetzt haben wir eine Rauhaardackelhündin. Heute achten wir viel mehr auf die Problematik. Kein Treppensteigen. Jule wird 'rauf und 'runter getragen. Nasser Dackel wird getrocknet und warmgehalten. Nur das mit dem Sofa ...

 

 

 


 

 

Dackellähme - keine Heilung, nur Linderung

Mailauszüge von Heinz Bittersmann

 

Grundsätzlich ist zur Dackellähme festzustellen, es gibt keine Heilung, nur eine Linderung der Schmerzen. Bei der Entscheidung, was zu tun ist, sollte sich der Besitzer des Hundes also die Frage stellen, will ich dem Tier helfen ( oder will ich das Tier nicht verlieren ),denn beide Begriffe lassen sich bei der Dackellähme nicht vereinbaren.

Im Anfangsstadium einer Dackellähme kann man dem Hund ein Medikament geben, welches aus rein pflanzlichen, unschädlichen, aber sehr wirksamen Stoffen aufgebaut ist TRAUMEEL S, dieses Medikament ist in jeder Apotheke frei käuflich, 50 Tabletten kosten cirka 10 Euro und dieses Zeug ist manchmal ein "Wundermittel "Man kann es auch geben, bei Prellungen oder leichten Verletzungen, es wirkt Entzündungen entgegen und unterstützt den Knochenaufbau.

Wer dazu irgendwelche Fragen hat kann sich an einen sehr guten Tierarzt in der Schweiz wenden, der antwortet auch relativ schnell auf E-Mails und weiß nicht nur meistens, sondern IMMER Rat: http://www.velicano.ch
Dieser Arzt bietet auch ein sehr gutes Buch an, dass mir persönlich schon sehr viele Arztbesuche erspart hat,- ich weiß jetzt nicht was das Buch zur Zeit kostet, aber die Anschaffung lohnt sich schon, wenn man nur einen Tierarztbesuch spart. Auszüge aus dem Buch könnt ihr auf der Homepage des Arztes sehen, der Link führt direkt dorthin.Dort sind verschiedenen Erkrankungen beschrieben und auch die Medikamente die man geben soll. Ein solches Buch gibts in Deutschland leider nicht zu kaufen, doch es ist GOLD wert für jeden der sein Tier liebt.

Also, bei Dackellähme gibts nur die Entscheidung,- will ich wirklich dem Tier helfen oder mein Gewissen beruhigen?

+ + + + + + +


Habe mir mal die Beiträge zu diesem Thema hier angesehen, interessant sind die Beiträge der Tierärzte, die man allerdings mit einem gewissen Quantum von Pessimismus betrachten sollte.

Dackellähme ist eine gewiß sehr ernstzunehmende Erkrankung bei einem Dackel, vergleichbar mit dem menschlichen Bandscheibenvorfall. Ich leide seit Jahren an einer solchen Sache und ein Facharzt hat mir gesagt, - wörtlich - natürlich können wir operieren, aber Sie müssen damit rechnen, dass Sie gegegbenenfalls das Krankenhaus im Rollstuhl verlassen. Ich habe mich nicht operieren lassen, lebe also weiter mit Schmerzen, aber eben, ohne Rollstuhl.

Nun muß man bedenken, daß es unter unseren Hunden durchaus Tiere gibt, die ihre Schmerzen verbergen,- um Herrchen oder Frauchen zusätzliche Sorgen zu ersparen, in Zeiten der Schmerzperioden, verkriechen sie sich in eine Ecke und leiden einsam und allein, damit
Herrchen oder Frauchen nur nichts merkt. Struppi war so ein Tier, er hat monatelang unter den Schmerzen einer Darmentzündung gelitten und bis zum Tage seines Todes nur ein einziges mal für 2 Minuten geklagt.

Meine Schwiegereltern hatten 2 Langhaar Dackel mit Dackellähme und das ganze Hin und Her der Tierärzte hat lediglich die Kassen der Tierärzte gefüllt, aber eine rechte Hilfe gabs für keines der beiden Tiere, auch sie hatten im Laufe der Zeit gelernt zu leiden ohne zu klagen. Nachdem, was ich mit Struppi erlebt habe könnte ich kein Tier mehr leiden lassen - und jeder einigermassen vernüftige Tierarzt würde hier auch gleich den einzig richtigen Rat geben, - nämlich, das Tier zu erlösen.

Ich selbst habe es bei Struppi auch nicht geschafft mich dazu durchzuringen, Struppi hatte das ganze Leben noch vor sich. Heute, denke ich ganz anders darüber. Lieber würde ich jahrelang wegen des Verlustes leiden, als dass ich einen Hund auch nur noch ein einziges mal kurzzeitig leiden ließe, wenn ich sicher wüßte, es gibt keinen Ausweg. Wer selbst ein Bandscheibenleiden hat, der weiß wovon ich hier schreibe und ein solcher Mensch wird im Fall der Erkrankung seines Hundes an der Dackellähme,- ohne zu zögern, die einzig richtige
Entscheidung treffen. Doch letztlich muß diese Entscheidung jeder selbst, mit seinem eigenen Gewissen vereinbaren.

Mit freundlicher Genehmigung von Heinz Bittersmann.

 


 

Daisys Dackellähme - Therapiebericht

von Hansjürgen Wölfinger

 

Dass Daisy einmal Dackellähme bekommen könnte, war für uns eigentlich kein Thema.
Wir hatten bisher keinen einzigen Fall von Dackellähme oder sonstige Probleme im Bereich der Wirbelsäulen bei unseren früheren Dackeldamen. Alle sind sehr viel gelaufen und gerannt. Sie sind über Stock Stein gesprungen oder sogar darüber gefallen. Sind Treppen gestiegen und haben eigentlich alles gedurft, was sie nur wollten.

Als Daisy am 30.09.2004 nicht mehr Ihrem Ball hinterlaufen wollte, war das sehr ungewöhnlich. Auch der nächste Versuch scheiterte. Sie wollte nicht mehr dem Ball nachrennen.
Am nächsten Tag bemerkten wir, dass irgendwas mit ihr nicht stimmte. Ich tastete sie am ganzen Körper ab und als ich an ihr Becken griff, schrie sie auf.
Weitere Merkmale: Rücken gebeugt (Katzenbuckel), Bewegung sehr instabil, Hinterlauf knickt links ein,
Verkrampfung des Bauches.

Wir fuhren mit Daisy zum unserem Haustierarzt nach Feuchtwangen. Die Röntgenaufnahme zeigte Verkalkungen einzelner Wirbel im Brust und Lendenbereich.

Als erste Maßnahme wurde Antibiotika und hochdosiertes Cortison injiziert und anschließend eine Braunüle an das rechte Bein angelegt.

Weiter wurden Daisy, durch eigene Auspendelung, folgende Globuli verabreicht:
Arnica
Traumeel
Bryonia
Ruta
Nux Vomica
Rhus Tox.
Aconitum
Vitamin E/K


Die Therapien in Stichpunkten :

01.10.2004 Dr. med. vet. Schweitzer, Feuchtwangen.
Antibiotika
Cortison (hochdosiert)
Weitere Indikationen privat:
Verabreichung von: Arnica, Traumeel, Bryonia, Ruta, Nux Vomica, Aconitum, Vitamin E/K
- Wärmekissen
Bewegung: Sehr instabil, Hinterlauf knickt links ein.

02.10.2004 Dr. med. vet. Schweitzer, Feuchtwangen.
Antibiotika
Cortison (hochdosiert)
Weitere Indikationen privat:
Verabreichung von: Arnica, Traumeel, Bryonia, Ruta, Nux Vomica, Aconitum, Vitamin E/K
- Wärmekissen
Bewegung: Sehr instabil, Hinterlauf knickt links ein.
Beim Stuhlgang musste sie gestützt werden.

03.10.2004 Dr. med. vet. Schweitzer, Feuchtwangen.
Antibiotika
Cortison (hochdosiert)
Vitamin B
Weitere Indikationen privat:
Verabreichung von: Traumeel, Bryonia, Ruta, Nux Vomica, Aconitum, Vitamin E/K.
- Wärmekissen
Bewegung: Sehr instabil, Hinterlauf knickt und rechts ein.
Beim Stuhlgang musste sie gestützt werden.

04.10.2004 Dr. med. vet. Brunner
Akupunktur Moxa (10 Nadeln)
Braunüle wurde entfernt
Weitere Indikationen privat:
Verabreichung von: Arnica, Traumeel, Nux Vomica, Vitamin B/K.
- Magnetfeldtherapie
Bewegung: Nicht mehr so instabil. Linker Hinterlauf sehr schwach.
Adresse:
Dr. med. vet. Dagmar Brunner
Homöopathie, Akupunktur, Naturheilverfahren
Leibelbach 5
91567 Herrieden
e-mail:
dr.d.brunner-tieraerztin@t-online.de
Website:
www.dr-dagmarbrunner-tieraerztin.de

05.10.2004 Dr. med. vet. Brunner
Akupunktur Moxa
Weitere Indikationen privat:
Verabreichung von: Aconitum, Traumeel, Nux Vomica, Vitamin B/K.
- Magnetfeldtherapie
Bewegung: Nicht mehr so instabil. Linker Hinterlauf noch schwach. Fast kein krummer Rücken.

06.10.2004
Weitere Indikationen privat:
Verabreichung von: Arnica, Traumeel, Nux Vomica, Vitamin B/K.
- Magnetfeldtherapie
Bewegung: Stabiler, Linker Hinterlauf stabiler. Kein krummer Rücken.
Knickt bei schnelleren Bewegungen leicht um.

07.10.2004 Dr. med. vet. Brunner
Akupunktur Moxa
Weitere Indikationen privat:
Verabreichung von: Aconitum, Traumeel, Nux Vomica, Vitamin B/K.
- Magnetfeldtherapie
Bewegung: Stabiler, Linker Hinterlauf stabiler.
Sehr langsamer, ab und zu etwas wackeliger, Spaziergang von ca. 100m.

08.10.2004
Weitere Indikationen privat:
Verabreichung von: Traumeel, Nux Vomica, Ruta, Vitamin B/K.
- Magnetfeldtherapie
Bewegung: Viel stabiler, Linker Hinterlauf noch stabiler.
Knickt bei schnelleren Bewegungen nicht mehr so leicht um.

Mit freundlicher Genehmigung von Hansjürgen Wölfinger von Daisys Homepage kopiert.
http://www.daisy-dackel.de - Seite "Dackellähme"

Hallo liebe Freunde,
Daisy war gestern wieder bei der Moxa-Akupunktur. Die TÄin war sehr begeistert vom bisherigen Heilungsverlauf. Wir natürlich auch.Daisy ist kaum mehr zu bremsen. Sie darf zwar mit ihrem Ball spielen, aber das leider nur alleine. Sie wirft uns immer ihren Ball vor die Füße und wartet, dass wir ihn werfen. Es tut uns weh, dass wir nicht mit ihr KICKEN können.Das versteht sie leider nicht und ist etwas traurig darüber.
Der Bericht in Daisys Homepage ist soweit abgeschlossen. Wir werden erst dann wieder berichten, wenn es etwas Neues geben sollte.
Allen Daumendrückern und Genesungswünschern VIELEN DANK!!!!!
Ihr seht, es hat geholfen.
Es ist schon fast ein Wunder, dass Daisy innerhalb von 10 Tagen fast wieder genesen ist.

 

 


 

 

Bolle,

 

ein Erfahrungsbericht von Martina Schönemann


 

 

Freitag, 09.09.2005

7.00h Bolle möchte raus. Die Haustür wird geöffnet, er hüpft die Stufen runter, biegt nach rechts ab, setzt sich hin. Kurz danach fällt er zitternd um und bleibt liegen. Ich knie neben ihm, will ihn anfassen. Er knurrt mich an. Maik bringt die Leine, dann das Telefon. Erster Anruf beim Tierarzt, Termin für

9.00h. Ich trage den Hund wieder ins Haus, lege ihn auf seine Decke. Er fiept vor sich hin, bewegt sich nicht.

8.30h Bolle schleppt sich zur Tür. Ich trage ihn raus, er pinkelt und fällt dabei erneut um. Ich trage ihn rein, fahre das Auto aus der Garage, trage Bolle dann ins Auto. Ganz still liegt er auf der Fußmatte und rührt sich nicht. Unser Bolle, der jedes Auto garantiert von innen zerlegt, fährt ganz geduldig und ohne einen Mucks mit. Muss was ganz Schlimmes sein.

9.00h Ankunft beim Tierarzt Dr. Kämpf in Emmerthal. Beim Klang der Stimme seines behandelnden Arztes kein Anzeichen der Freude. Total ungewöhnlich. Dr. Barz Untersuchung ist kurz. Bandscheibenvorfall. Bolle bekommt eine Schmerzstillende und Krampflösende Injektion und das Medikament Metacam 1,5mg, von dem er um 20.00h entsprechend seinem Körpergewicht (7,2kg) einnehmen muss. Kurz nach der Injektion ist Bolle schon wesentlich ruhiger. Mit dem Rat, ihn so wenig wie möglich laufen und keine Treppen steigen zu lassen, fahren wir nach Hause.

16.00h Bolle wird unruhig. Er winselt. Gefressen hat er auch nichts.

18.30h Ich rufe den Arzt an. Bolle bekommt seine Ration Metacam.

20.00h Bolle winselt und jammert, er bewegt sich nicht. Ich rufe wieder den Arzt an und werde für

21.00h in die Praxis bestellt. Auf dem Weg dorthin ist er sehr unruhig.

21.00h Dr. Kämpf untersucht Bolle. Er hat Lähmungserscheinungen. Sein Zustand verschlechtert sich zusehends. Er kann aber immer noch Wasser halten und setzt nicht unkontrolliert Kot ab. Dr. Kämpf nimmt Kontakt zu Dr. Scholten auf, der eine Tierklinik in Porta Westfalica betreibt und Erfahrung mit Dackellähme hat. Wir bekommen einen Termin für Samstag, 9.00h.Bolle bekommt nochmals ein Schmerzmittel (Novocain) gespritzt und gleichzeitig ein starkes Beruhigungsmittel. Auf dem Weg nach Hause jammert er noch, schläft dann aber die ganze Nacht durch.

Samstag, 10.09.2005

6.15h Bolle wird vor die Tür getragen, erledigt seine Geschäfte. Schwankend, die Hinterbeine schleifend wie ein Mensch der über mehr als nur den „großen Onkel“ geht, bewegt er sich mühsam vorwärts. Beim Pinkeln fällt er um.

7.45h Bolle ist sehr schlapp. Er hat seit Donnerstag nichts gefressen und kaum getrunken. Wir steigen ins Auto. Eine Freundin begleitet uns und hält ihn auf dem Schoß. Er ist sehr unruhig.

9.00h Bei Praxisbeginn sind wir da. Nach einiger Zeit kommt Bolle dran. Nach eingehender Untersuchung wird Bolle geröntgt. Dann das böse Erwachen. Es sieht tatsächlich superschlecht aus. Zwischen dem 9. und 10. Wirbel vom Kopf aus gezählt ist keine Bandscheibe mehr. Ganz viele andere weisen schon beginnende bis starke Verkalkungen auf. Ganz besonders im hinteren Teil der Wirbelsäule. Das erklärt, warum Bolle immer ganz dicht an den Heizungsrohren saß. Der Arzt erklärt uns den Ablauf der OP sowie die damit verbundenen Risiken und erklärt auch, dass Bolles Wirbelsäule derart desolat ist, dass er wahrscheinlich zukünftig häufiger damit zu tun haben wird. Nicht nur aufgrund der enorm hohen Kosten entscheiden wir uns für die konventionelle Methode. Obwohl wir darauf hingewiesen werden, dass eine OP nur im Anfangsstadium Erfolg versprechend ist. Bolle bekommt darauf hin eine Novocain-Injektion und noch eine 20-minütige Reizstrom-Massage. Dann fahren wir nach Hause, begleitet von dem Ratschlag, den Hund auf maximal 1,5qm einzusperren, damit er nicht herumläuft. Der Hund ist merklich ruhiger.

11.30h Wir sind zu Hause. Ich nehme sofort Kontakt zu unserem Tierarzt auf und erstatte Bericht, frage nach einer Transportbox, die wir ja jetzt brauchen, da Bolle anscheinend „Hund auf Rädern“ wird. Selbstverständlich! Nehme aber noch Kontakt zu mir bekannten Züchtern (bei denen ich Bolle aber nicht gekauft habe, der stammt aus Versmold), Familie Siekmann aus Emmerthal, auf. „Klar kannst Du die Box haben! Es ist eine große.“ Unsere Omi hat Stallwacht, ich sause los und hole die große Box. Dackel schläft nicht, liegt auf seiner Decke und fixiert die Tür. Als ich da bin, schläft er ein.

16.00h Das Angebot von Kartoffelbrei mit Wasser und etwas Hundefutter wird abgelehnt. Der Dackel sitzt in seinem Gefängnis und knurrt. Deutlich ist zu erkennen, dass er sich fragt, was er verbrochen hat. Auto musste er fahren, an einen Tisch wurde er geklebt, gestochen, laufen kann er auch nicht und jetzt auch noch eingesperrt! Er ist echt sauer. Hundefreund Nachbar hat für die Hunde gekocht. Ziege. Bolle kann alles haben. Geht nicht, Knochen wären jetzt nicht gut.

16.30h Bolle hat seine Portion gefressen, die Brühe aufgeschlabbert. Ich friere Portionen ein. Das Pinkeln klappt mit Umfallen, Stuhlgang klappt auch.

21.00h Stöbere im Internet. Lande auf der Seite von Eberhard Kamprad, lese die Berichte über andere Dackel mit demselben Problem. Und immer wieder taucht das Wort Traumeel auf. Ärgere mich. Habe es schon vielen anderen empfohlen, deren Tiere Probleme mit dem Bewegungsapparat haben.Rufe gegen 21.54h meinen Apotheker zu Hause an. Auch ein Dackelfreund. Selbstverständlich, kann sofort abgeholt werden. Ich sause los. Dackel bekommt seine erste Pille schon an diesem Abend. Und wird aus seinem Gefängnis befreit. Er ist wesentlich ruhiger, wenn er die Möglichkeit hat, jederzeit Kontakt aufzunehmen. Einrichten von weichen Schlafplätzen ohne störenden Rand an ungewohnten Plätzen, um ihm die Möglichkeit zu geben, immer ganz nah bei uns zu sein.

Sonntag, 11.09.2005

6.15h Bolle schleicht Gassi. Geklappt. Pille rein, Salami mit Käserand macht es möglich. Misstrauisch sitzt er vor der Box. Nutzt nix, rein da.

8.30h Besuch bei Dr. Kämpf. Wieder eine Spritze. Wir bekommen Tabletten: Phen-Pred. Alle 12 Stunden eine. Dazu 3 Mal täglich 1 Traumeel.

9.00h-19.00h Wir waren den ganzen Tag unterwegs. Bolle hat seine Box nur zum Geschäfte erledigen verlassen. Gefressen hat er allerdings erst zu Hause.

20.00h Erste Medikamenten-Gabe. Dank Geflügelsalami mit Käserand kein Problem.
Montag, 12.09.2005

6.30h Schlauer Hund stützt sich beim Pipi-Machen mit einem Bein an der Wand ab. Der Rest klappt gg. 7.30h nach einem kleinen, aber auch sehr kleinen Spaziergang auch. Schlauer Hund setzt sich, wenn er nicht mehr weiter kann.

8.00h Medikamenten-Gabe.

9.30h Kleiner, ganz langsamer Spaziergang. Passt dem Herrn gar nicht.

12.00h Medikamenten-Gabe. Bolle kommt leicht schaukelnd wie ein Seemann anmarschiert. Erinnert mich an Menschen nach der ersten Reitstunde. Sein Futternapf wird restlos geleert dank der Ziege, die etwas mit Hundefutter vermischt wurde. Er läuft nicht mehr über den großen Onkel.

13.00h Kleiner Spaziergang zum Geschäft erledigen. Bein heben auch ohne stützenden Baum möglich. Er ist ein Held! Ganz stolz geht es zurück nach Hause, beinah noch stolzer als letzte Woche, als tatsächlich jemand richtig Angst vor ihm hatte. Obwohl er nie jemandem etwas tun würde.

17.00h Bolle ist traurig. Hundegang ohne ihn! Kann er nicht begreifen. Stattdessen beginnen wir mit einer sanften Bürstenmassage. Danach macht er auch keinen Buckel mehr, sondern streckt sich lang aus.

20.00h Medikamenten-Gabe.

22.00h Nach dem Pinkeln ist Dackel listig und hüpft blitzschnell die 2 Stufen der Eingangstreppe rauf. Ist beleidigt, dass er ausgeschimpft wird. Nachtruhe.

Dienstag, 13.09.2005

6.30h Dackel wedelt, streckt sich und wird mit sanfter Gewalt nach dem Pipigang vom Bitte-Bitte-Machen abgehalten. Er ist etwas verärgert, nimmt das Lecker aber doch.

7.30h Kleiner Gang. Klappt schon prima.

8.00h Medikamenten-Gabe.

9.00h Kurz vor die Tür. Er stützt sich nicht mehr an der Wand ab. Nehme ihn mit zum Geburtstag. Dort stürzt er sich sofort auf den dort anwesenden Hund. Pech gehabt. Toben ist nicht angebracht. Er muss wieder nach Hause. Findet er nicht witzig.

12.00h Medikamenten-Gabe und Fütterung, danach kleiner Spaziergang.

16.30h17.00h Kleiner Spaziergang mit geregelter Verdauung.Bürstenmassage.

18.30h Eben mal vor die Tür.

19.30h Besuch. Bolle freut sich namensgerecht. Versuche, zu springen werden sofort abgeblockt.

20.00h Medikamenten-Gabe. Eben mal vor die Tür.

23.00h Letzte Runde vor der Tür.

Mittwoch, 14.09.2005

6.30h Eben mal vor die Tür.

7.30h Kleiner Spaziergang.

8.00h Medikamenten-Gabe. Danach bis 11.30h allein zu Hause. Nachbarin hat kontrolliert, da Bolle nicht gebellt hat.

11.30h Eben mal vor die Tür.

12.00h Medikamenten-Gabe und Fütterung.

13.00h Kleiner Gang. Klappt gut.

16.00h Kleiner Gang. Klappt gut.

18.00h Bürstenmassage.

19.00h Vor die Tür.

20.00h Bolle mahnt an: Medikamentengabe!

20.10h Vor die Tür (Brühe treibt).

21.30h Vor die Tür (Mäuse piepen draußen).

23.00h Vor die Tür. Nachtruhe.

Donnerstag, 15.09.2005

7.00h Hund beim Herumrollen auf dem Teppich erwischt. Schlägt sich seine Matte um die Ohren. Vor die Tür.

7.30h Kleiner Gang mit Versuch, auf dem rechten Bein stehend zu pinkeln.

8.00h Medikamentengabe.


9.15h Vor die Tür.

12.00h Medikamentengabe. Futter: Ziegenbrühe m. Hundefutter hart.

13.00h Kleiner Gang mit Stuhlgang

15.00h Kleiner Gang.

17.45h Kleiner Gang.18.30h erste Reizstromtherapie mit 1mA. Klappt gut.19.00h Vor die Tür.20.00h Medikamentengabe.20.15h Kleiner Gang.22.00h Kleiner Gang, Nachtruhe.



Freitag, 16.09.05


7.00h Vor die Tür. Pinkeln auf einem Bein klappt.

7.30h Kleiner Gang. Alles prima.

8.00h Medikamentengabe.

9.15h Vor die Tür.

12.00h Medikamentengabe. Futter: Hähnchenbrühe m. Hundefutter hart.

13.00h Kleiner Gang mit Stuhlgang.

16.00h Eine Runde (ca. 1 km). Alles erledigt ohne Umfaller.

20.00h Medikamentengabe.

20.15h Vor die Tür.

22.00h Vor die Tür. Nachtruhe.

Samstag, 17.09.05

7.30h Vor die Tür.

8.00h Medikamentengabe.

8.15h Kleiner Gang.

11.00h Vor die Tür.

12.00h Medikamentengabe.

13.00h Kleiner Gang.
Ansonsten alles wie Freitag, deutliche Besserung nach Reizstromtherapie erkennbar.

Sonntag, 18.09.05

Generelle Besserung zu erkennen, Termine für Fütterung und Medikamente werden exakt eingehalten.

Montag, 19.09.05

Zustand unverändert gut.

Dienstag, 20.09.05

Patient sehr aufmüpfig, probiert schon Dinge wie „BitteBitte“ und versucht, alle anzuspringen.Besuch beim Tierarzt sehr zufrieden stellend. Patient kompletten Weg in der Hundebox mitgelaufen und das bellend.

Mittwoch, 21.09.05

Verlauf wie immer, mit einer Neuerung: Mittags gibt es jetzt 1 Traumeel, 1 Silicea D6 und eine halbe tetesept Knochenkraft.
Fortgefahren und gute Erfolge erzielt bis:

Donnerstag, 29.09.05

Besuch beim Tierarzt. Er ist sehr zufrieden. Jetzt gibt es noch die letzten
Phen-Pred und dann…

Freitag, 30.09.05

Alles wie immer.

Samstag, 01.10.05

Alles wie immer, bis auf abends nur ½ Phen-Pred, damit die andere Hälfte für morgen früh bleibt.

Sonntag, 02.10.05


Alles wie immer, morgens ½ Phen-Pred. Bolle geht’s gut.

Montag, 03.10.05


8.15h Bolle steht nicht auf. Nur mit viel Mühe ist er auf die Beine zu stellen und erledigt sein kleines Geschäft wie ein Mädchen. Metacam-Gabe 3,5 (also Hälfte Dosis), ½ Std. warten, dann raus. Großes Geschäft auch erledigt.Telefonat mit dem Tierarzt, Medikamentenbesprechung. Ab sofort morgens und abends je ½ Phen-Pred. Schade, wir waren schon soo weit… Also geht es weiter mit Bürstenmassage und Reizstrom und zu allem anderen homöopathischen gibt’s auch noch Nux Vomica, erstmal C 30, 2x am Tag je 6.

Dienstag, 04.10.05

Buch „Homöopathie für Hunde“ von A. H. Westerhuis. Genaue Angaben von Homöopathika mit genau beschriebenen Symptomen. Speziell für Bolle heraus gesucht:Arnica D 6 3x tägl. 1 DosisGinkgo biloba D 6 3x tägl. 1 DosisCalcium carbonicum D 12 2x tägl. 1 DosisPlumbum metallicum D 12 2x tägl. 1 DosisStrychninum nitricum D 12 2x tägl. 1 DosisNatrium muriatricum D 12 2x tägl. 1 Dosis1 Dosis = 5 Kügelchen = 1 Tablette = 5 Tropfen. Muss ich morgen bestellen. Und dann geht es weiter.

Ab Mittwoch, 05.10.05

Homöopathika-Gabe wie beschrieben, Reizstrom nach Tens 2 mal wöchentlich. Es geht aufwärts.

Freitag, 04.11.05

Habe beim Kräuterhaus Grünlippmuschel-Kapseln gefunden. Vereinfacht die Dosierung und billiger als regulär zum Kilopreis. Scheint ihm zu schmecken, denn wenn was aus der Wurstscheibe fällt, leckt Bolle es vom Fußboden.

Dienstag, 22.11.2005

Bolle wird weiter homöopathisch behandelt. Beim Tierarzt waren wir lange nicht und seit 14 Tagen bekommt er auch kein Phen-Pred mehr. Außer wenn er auf den glatten Böden richtig Gas gibt, fällt er nicht mehr um. Nur noch ganz leicht ist hinten rechts zu erkennen, dass er nicht ganz trittsicher ist.Natürlich ist er jetzt renitenter als vor seiner Erkrankung und auch wesentlich dickfelliger. Aber er ist wieder der fröhliche Hund, der er vorher war und auch zum Spielen aufgelegt.Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns in dieser Zeit unterstützt haben:Unserer Tierarztpraxis Dr. Kämpf in Emmerthal, die (Menschen-)Physiotherapeutin Susanne Rissiek, der Bären-Apotheke Afferde, allen Freunden und Bekannten, die uns geholfen haben und Herrn Kamprad für seine Internet-Seite und die Mails, die wichtige Tipps beinhalteten, und uns eine wertvolle Hilfe waren.Wir haben viel gelernt in dieser Zeit und wissen jetzt, dass Aufgeben nie eine Lösung ist.

 

Am 21.7.2008 schrieb sein Frauchen:

Heute schreibe ich aus traurigem Grund. Nach 3 Jahren hat unser Bolle wieder Dackellähme bekommen. Zwei Schübe haben ihn dermaßen geschädigt, dass unser Tierarzt ihn am 09.07. von seinen Schmerzen erlöst hat.

Aber dank Ihrer Hilfe hatte er davor noch 3 schöne Jahre.

 

 

 


 

 

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